Affiliate Marketing will gelernt sein

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Angeregt durch MontiMans Aufreger zücke ich mal wieder die Feder und schreibe was in meinem Blog.

“Warum macht man mal eben ein Partnerprogramm und denkt vorher nicht darüber nach?”

Weil dass nicht wirklich ein Problem ist!

Es folgen harte Worte…

1. Grundproblem: schnell reich werden
Ja die Online Branche verspricht gerne mal das schnelle Geld, alles ist einfach, alles ist easy
und performance orientiert. Heute kann man sich aber ein schlecht betreutes Partnerprogramm mit Standardvergütungen und lumpigen Werbemitteln nicht mehr leisten.
Wie oft soll ein Programm gestartet werden mit 3 Bannern, keinen Textlinks und einem Katalog von Bedingungen die im Affiliate Marketing fast nicht umsetzbar sind – dann einfach sein lassen.
Wer sich nicht traut neue Wege einzuschlagen und Dinge auszuprobieren ist hier falsch.
Kein Affiliate macht sich die Mühe noch zu versuchen ein Programm zu bewerben bei dem die Grundbedingungen schon völlig fehlen.
Und leider scheint es manch so einem Betreuer oder einer Agentur völlig wurscht zu sein was da Angeboten wird – die pauschale oder seinen Lohn bekommt man ja trotzdem.

2. Grundproblem: verletzter Stolz und den Spiegel vor dem Gesicht
Am geilsten sind die Anrufe von so manchen “wir machen SEO Agenturen” (verkaufen tun sie dies zumindest
die ein Affiliate rausschmeißen wollen, weil der vor ihrem Kunden im Index rankt.
Wie peinlich ist dass den! – dem Kunden Geld abknüpfen für SEO-Dienstleistung und dann kommt ein Affiliate
daher der Geld nur im Erfolgsfall sieht und schiebt es aus dem Index.
Liebe Leute, der Affiliate kann nicht´s für seine Platzierung in einer Suchmaschine und vor allem kann er nicht´s dafür wenn von eurer Seite aus nicht gut optimiert worden ist. Besser wäre hier mal bei dem Affiliate nachzufragen ob er gegen Bezahlung eine interen Schulung abhalten will.

Die SEM Nummer ist auch gut:
Affiliates SEM erlauben und dann hinterher versuchen die gut konvertierenden Keywords für die Bewerbung
zu verbieten. Sehr beliebt das ganze, da hat man dann gleich gut konvertierende Keywords und kann vor
dem Kunden einen auf dicke Hose machen.

Oder Hilfe der Top Affiliate kommt! – Eigentlich sollte man ja denken jeder wäre froh an Affiliates zu kommen
die richtig guten Umsatz vermitteln – von wegen. So manch ein Merchant hat da schon mit einer Provisionkürzung reagiert da die Kosten so hoch sind. :-O
Was war doch Affiliate Marketing gleich:
ausbezahlte Provisionen bedeuten auch vermittelter Umsatz – Geld in der Tasche – PERFORMANCE.
Kann man natürlich schon mal vergessen.

Bei mir ist spätestens da Schluss – Programmstorno, auf Wiedersehen.

Genau das fehlt aber ganz oft. Solchen Kunden zu sagen “hey wir lassen es das macht keinen Sinn”
oder noch schlimmer wenn man sich den Auswirkungen mancher Aktionen erst gar nicht bewusst ist
oder nicht ausreichend beraten wird. Was mich auch gleich zu Punkt 3 schwenken lässt.

3. Grundproblem: Personal
Manche haben noch nicht kapiert dass gute Mitarbeiter auch Geld kosten.
Da findet man ganz oft die so genannten Trainees oder eben Angestellte die in ihrem Leben noch nie mit
Affiliate Marketing konfrontiert waren, selbst als Affiliate unterwegs waren usw., aber dafür eben mit
einem Büro-Angestellten Standardlohn abgespeist werden können.
Ok 98% aller Chefs kapieren wohl eh nicht dass gute Mitarbeiter zwar mehr kosten,
aber dafür auch dementsprechend arbeiten und sich das ganze langfristig rechnet.
Wenn ich mir so die ein oder andere Stellenausschreibung ansehe und dort die Anforderungen lese
frage ich mich schon was diese letzendlich bei der Vermaktung im Affiliate Marketing bringen sollen.
Wer gute Affiliate Manager und Betreuer will braucht Leute die bereits in dem Business arbeiten,
gute Verknüpungen haben, sich in der Szene bewegen, Erfahrungen haben, UND man muss bereit sein
neue Wege zu gehen. Diese Leute kosten aber einfach Geld!
Wer sich ein gutes Team aufbauen will muss mischen – alte Hasen die Newbies groß ziehen.

Fazit: das “vorher drüber nachdenken” spielt nur eine kleine Rolle, sondern eher das “wer mischt mit”

Im geschilderten Fall von MontiMan hätte ich mich als Programmbetreuer z.B. niemals darauf eingelassen
Provisionen nachträglich zu kürzen die auf einer nachträglichen Änderung von Bedingungen basieren.
Grundlage ist natürlich dass vorher die bis dahin geltenden Bedingungen eingehalten worden sind.


Bestandskunden vergüten

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Keine Frage,
Performance orientiertes Affiliate Marketing ist wohl mit einer der transparentesten Werbeformen im Internet.
Vergütet wird nur dann wenn ein vermittelter Kunde auch eine Bestellung inkl. Bezahlung
oder eine gültige Anmeldung durchgeführt hat.

Hier ist wirklich alles nachvollziehbar, wo und wann hat der Kunde geklickt, wer hat ihn vermittelt,
wann wurde bestellt usw.

Seltsamerweise kommen aber genau hier manche Partnerprogrammbetreiber auf die tollsten Ideen
um sich in manchen Fällen vor einer Provisionszahlung an den Affiliate zu drücken.

Einer dieser tollen Stornogründe ist “Kunde war Bestandskunde” – ein größeren Quatsch gibt es wohl kaum.

Mal abgesehen von Post View wird ein Onlinesurfer nur mit einem Cookie markiert wenn dieser
auf ein Werbemittel geklickt hat. Ist der Cookie dann gesetzt reagiert der jeweilige Trackingcode
im Shop oder der Anmeldeseite.

1. Ein Affiliate kann nicht verhindern dass ein Bestandskunden auf seiner Seite gelandet ist und er da
ein Werbemittel angeklickt hat obwohl er den Shop schon kannte.
Auch hier muss man sich die Frage stellen ob der Affiliate nicht etwa den Kunden aufgrund einer
Produktpräsentation erst zum Kauf angeregt hat.

2. Wenn ein Partnerprogrammbetreiber Werbung in Suchmaschinen bucht (SEM) kann es genauso vorkommen
dass ein Bestandskunde diese Werbung anklickt und was bestellt.
Hier würde ich gerne mal z.B. google sehen wenn der Kunde kommt und meint den Klick nicht bezahlen zu wollen
weil es ein Bestandskunde war ? ;-)

Wie läuft so etwas offline ab – ich buche in einer Zeitung Werbung mit einem Gutschein und teile hinterher dem
Verlag mit dass ich nur die Hälfte bezahle weil Bestandkunden den Gutschein ausgeschnitten und eingelöst haben ?

Gerade wenn es um solche Provisionen durch Bestandskunden geht ist noch anzumerken
dass es oft nicht einmal 2% der vermittelten Sales betrifft.
Eine solche Denkweise und das entsprechende handeln ist meiner Ansicht nach völliger Quatsch und steht absolut in keinem Verhältnis.

Hier merkt man ganz klar dass manchen Merchants gar nicht bewusst ist wie viel Glück sie eigentlich haben
wenn Affiliates ihr Programm erfolgreich bewerben, wer so mit seinen Partnern umgehen will ist wirklich falsch
im Affiliate Marketing und sollte sein vorgehen diesbezüglich mal schleunigst überdenken.


Transparenz im Affiliate-Marketing

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seit Monaten entstehen immer wieder Diskussionen zum Thema Transparenz im Affilatemarketing.
Mit Anschuldigungen über Betrug und unfairen Arbeitsmethoden sind wir jetzt eigentlich komplett
durch: Merchants, Affiliates, Netzwerke und jetzt die Agenturen.

Warum die ganzen Diskussionen eigentlich? – ganz einfach:
noch vor wenigen Monaten konnte man als Netzwerk, Agentur, Merchant oder Affiliate
durch plumpe Marketingfloskeln begeistern und so neue Geschäfte abschließen.
Was letzendlich im Hintergrund passierte war dem ein oder anderen Beteiligten nicht so bewusst oder begreiflich.
Dieser Zustand hat sich in der Vergangenheit aber nun mal (zum Glück) stark verändert und
die ganze Branche wird somit professioneller . Durch Wissen entstehen nun mal auch Fragen,
auf diese Fragen kommen aber teilweise nur klägliche Antworten da manche in der Branche immer noch
denken mit der angeblichen Unwissenheit des gegenüber gutes Geld machen zu können.

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