Im Teil 2 meiner “No Go Reihe” wird das Thema Parameter- und Session- abhängiges Tracking behandelt.
Gerade in Zeiten des “Post View Trackings” ein sehr aktuelles Thema welches auch hier wieder angesprochen wird.

Session-Tracking
bei einem klassischem Session-Tracking wird der Sale nur provisioniert
wenn der vermittelte Besucher innerhalb dieser Session eine Bestellung ausführt.
Das Tracking ist so gestalten das beim Klick auf das Werbemittel die Session mitgegeben wird,
kommt der Besucher zu einem Späteren Zeitpunkt wieder, direkt in den Shop durch Eingabe der URL,
ist die Session abgelaufen, wird nicht erkannt und es kommt zu keiner Provisionserfassung.
Richtig unfair ist es wenn dann hier noch eine Cookie-Laufzeit von 30 oder noch mehr Tagen angegeben wird.
Zudem wird das von vielen Netzwerken bereit gestelltes “Non-Cookie-Tracking” ausgehebelt.
Zu erkennen ist diese Methode relativ schwer, wenn in der URL eines Shops eine Session ID angezeigt wird bedeutet dies nicht automatisch dass hier ein Session-abhängiges Tracking am Werk ist.
Diese Methode ist im Affiliate Marketing weitest gehend ausgestorben und wirklich ein absolutes “No Go”
wenn man Fair mit seinen Affiliates umgehen will.
Parameter-Tracking
beim Parametertracking wird beim Klick ein fester Parameter eines jeweiligen Werbepartners
(Netzwerk, Vermarkter, etc.) mitgegeben.
Gut zu erkennen am Link mit Erweiterungen wie z.B. “&partner=partner1″.
Viele geben aber auch einen Parameter mit für die eigene Statistik,
hier muss also nicht immer ein Parameter abhängiges Tracking dahinter stecken.
Kommt der vermittelte Besucher auf den Shop setzt dieser einen Gegencookie
um den Besucher für Folgebesuche zu markieren.
Bei Folgebesuchen wir der jeweilige Trackingcode des Werbepartners dann mit eingebelendet.
Durch diese Methode können Doppelbuchungen über mehrere Netzwerke, Agenturen usw. verhindert werden.
Eigentlich eine gute Sache – Aber!
Der Gegencookie muss absolut sauber gesetzt werden mit Cookielaufzeit, P3P Kompatibel usw.,
läuft hier was falsch kann der Affiliate Vermittlungen verlieren.
Wie beim Session-Tracking wird gleichfalls ein Non-Cookie Tracking der Netzwerke verhindert.
Dies ist bei Besuchern wichtig die Cookies blockieren.
was hat Post-View-Tracking mit diesem Thema zu tun?
ganz einfach:
wer in mehreren Netzwerken sein Partnerprogramm anbietet und mit einer Parameterlösung arbeitet
müsste sein Parameter-Tracking enorm erweitern, gleichzeitig müssten alle Netzwerke
einen extra “Postview-” und einen Extra “Klick-” Parameter an den Betreiber übergeben.
Die Weiche müsste dann einen Gegencookie für Post View und Klick setzen.
Es muss also mit zwei Weichen gleichzeitig gearbeitet werden.
Beispiel:
Ein Partnerprogramm ist in Netzwerk A und B aktiv.
A bietet normales CookieTracking, B Post View- Tracking
Kunde klickt auf einer Seite den Banner von Netzwerk A ,der Klick-Cookie wird geschrieben,
der Parameter des Shops setzt den Gegencookie.
Kunde verlässt den Shop, Surft auf einer anderen Seite und bekommt per Post View den Cookie von Netzwerk B gesetzt.
Der Kunde besucht nun wieder den Shop per direkter URL-Eingabe.
Wie reagiert jetzt wohl die Trackingweiche?
In den wohl meisten Fällen wird der Gegencookie von Netzwerk B mit dem Post-View gesetzt
und nur dieser Trackingcode wird auf der Bestellabschluss-Seite eingeblendet.
Der Partner von Netzwerk A zieht den kürzeren obwohl er eigentlich den Besucher zum klicken
(einer Aktion) angeregt hat.
Funktionieren würde das ganze wirklich nur wenn der Betreiber zwei Weichen (Post und Klick) installiert hätte und beide Codes ausgibt.
Sicherlich bieten einige Betreiber eine solche Methode an aber nicht alle.
Ein Betreiber kann dann hinterher kontrollieren wem er die Provision auszahlen will:
- dem Partner mit der das Cookie durch einer ausgeführten Aktion (dem Klick auf das Werbemittel) erreicht hat,
oder dem Partner der durch eine einfache Einblendung, die auch im Massenverfahren durchgeführt werden kann,
den Cookie erreicht hat.
Wie bereits geschrieben:
die Begründung dass die Trackingmethoden (View und Klick) innerhalb eines Netzwerkes gefiltert werden können ist richtig.
Nur bei Teilnahme an mehreren Netzwerken kann dies zu Problemen führen da Netzwerke nicht untereinander vernetzt sind und einzelne Trackings nicht gegenseitig abfragen können.
Ist dann das Paramatertracking nicht ausreichend bedeutet dies “viel Spaß beim Partner verlieren”
Wer Parameter Tracking anbieten will, was durchaus sinnvoll sein kann, sollte penibel darauf achten
alle Umstände zu berücksichtigen um eine saubere Zusammenarbeit gewährleisten zu können.
Fazit:
Ich persönlich halte es für besser die Trackingcodes aller teilnehmenden Netzwerke generell einzublenden.
Die Quote von doppelt erfassten Buchungen liegt vielleicht bei 3%.
Sollte es vermehrt zu Doppelbuchungen kommen kann hier immer noch im Einzelfall kontrolliert werden
was der Auslöser dafür ist (evtl. Cookie-Spam usw.) und entsprechend handeln.
Fairer gegenbüber dem Affiliate ist diese Variante immer.
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April 9th, 2009 um 17:28 |
Jetzt fehlt mir eigentlich am Ende des Beitrages nur noch deine Meinung, welche Methode pauschalisiert die vernünftigste Trackingmethode darstellt. Negativbeispiele sind gut, aber mir fehlt gerade irgendwie das Fazit
April 9th, 2009 um 18:33 |
Hi eisy,
danke für die Kritik, Fazit ist drin
Grüße
Dirk
April 14th, 2009 um 07:29 |
[...] Im zweiten Teil geht es um verschiedene Tracking-Methoden bei Partnerprogramm-Netzwerken. Eines der interessantesten Themen, da hier der Affiliate sehr viel Geld verschenken kann. Meistens ohne das man es überhaupt weiß. Was bleibt, ist der eher mager gefüllte Kontostand. Zum Beitrag Teil 2: No Goes Teil 2 [...]
August 6th, 2009 um 15:34 |
danke fuer die Erklaerungen, jetzt werde ich alle Programme, die auf Session stehen ersetzen.